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Nachrichten für Filmschaffende – der Branchennewsletter von Crew United
#807 vom 30. April 2026
Das Titelthema: 8 Prozent

Die weiteren Themen: Filmemachen | Festival | Ausschreibung | Rückblick | Termine
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Thema

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„Zwei zu Eins“ (2024). | Foto © X Verleih

8 Prozent

Fünf Jahre lang wurde um eine Investitionsverpflichtung für Sender und Streamer gerungen. Der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ [Bezahlschranke] liegt nun ein Entwurf eines Gesetzesentwurfs vor, der erst noch mit den anderen Ministerien überarbeitet werde: „Danach besteht für in- und ausländische Unternehmen, die audiovisuelle Mediendienste auf Abruf in Deutschland anbieten, die Pflicht, 8 Prozent des in Deutschland erzielten Nettoumsatzes, beziehungsweise des auf die Mediatheken entfallenden Programmetats, in hiesige Produktionen zu stecken“, fasst Helmut Hartung zusammen. Damit ist er überhaupt nicht zufrieden: „Die Bundesregierung zwingt Sender und Streamer“ und „die Produzenten werden jubeln, aber auch nur sie“ steht schon im Vorspann.
Für die letzte Behauptung führt Hartung allerdings nur die Sender und Streamer an, die das als „unangemessen und massiven Eingriff in ihre Geschäftshoheit“ kritisieren. Jedoch: „das geplante Gesetz orientiert sich an der Richtlinie für Audiovisuelle Medien (AVMD) der EU, die es den Mitgliedstaaten ermöglicht, Medienanbieter zu Direktinvestitionen zu verpflichten.“
Für die Produktionsfirmen ist es eine gute Nachricht: „Die Verpflichtung zugunsten der unabhängigen Filmhersteller ist mit Vorgaben zu Rechterückbehalten und Rechterückfall verknüpft. Demnach dürfen ausschließliche Rechte für eine erste Nutzungsphase nur befristet übertragen werden. Die Dauer richtet sich nach der Höhe des Eigenanteils des Herstellers, wobei Förderungen aus steuerfinanzierten Bundesmitteln als Eigenanteil des Herstellers zu werten sind. Aber selbst Produktionen ohne Eigenanteil und ohne aus Bundesmitteln gewährte Förderung, bei denen der Hersteller jedoch die wesentlichen Rechte einbringt, unterliegen einem Rechterückfall.“
Da hat Kulturstaatsminister Wolfram Weimer „tatsächlich etwas richtig gemacht“, staunt hingegen Hanns-Georg Rodek in der „Welt“. „Er hat einen konkreten Vorschlag zur Behebung eines Problems vorgelegt, er hat ausführlich mit allen Beteiligten gesprochen, er hat seinen ursprünglichen Vorschlag nach Protesten einer gesamten Branche korrigiert und legt nun einen Gesetzentwurf vor, der vom Bundestag beschlossen werden soll.“ Wenn alles glatt läuft, soll das Gesetz zum Beginn des nächsten Jahres in Kraft treten.
Schlecht findet Rodek lediglich den Titel „Mediendienste-Investitionsverpflichtungs-Gesetz“: „Man hätte es im Sinn coolerer Gesetzesnamen, die in Mode gekommen sind und mehr Selbstreklame als inhaltliche Orientierung bieten – man denke an das ,Starke-Familien-Gesetz’ oder das ,Gute-Kita-Gesetz’ – auch so benennen können: das ,Lasst-Eure-Gewinne-in-Deutschland-Gesetz’. Das hätte den Kern ganz gut getroffen. Die internationalen Streamer von Netflix über Amazon bis Disney machen in Europa mit ihren Abogebühren Milliardenumsätze, zahlen aber nur minimale Beträge als Steuern. Sie bedienen sich an allem, was Europa zu bieten hat – von Geschichten über Infrastruktur und Sehenswürdigkeiten bis zu gut ausgebildeten Schauspielern und Crews – und erzielen satte Gewinne; wie viel, das verbergen sie sorgfältig. Die Einnahmen fließen an die amerikanischen Konzernzentralen, die sie nach Belieben überall auf der Welt verwenden können.“
Die Produktionsverände hatten wenigstens 12 bis 15 Prozent gefordert, hatte Thomas E. Schmidt schon im Februar in der „Zeit“ [Bezahlschranke] kommentiert. „Das wird nun nicht der Fall sein. Netflix beispielsweise schafft diese 8-Prozent-Quote heute schon“.

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Filmemachen

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„Plitsch Platsch Forever!“. | Foto © DCM

Keine Chance im System

Natascha Beller hat ihren ersten Kinderfilm gedreht – es geht um Sparmassnahmen und  Politikverdrossenheit. „Endlich wieder ein origineller und schöner Schweizer Familienfilm“, freut sich Tobias Sedlmaier in der „Neuen Zürcher Zeitung“ [Bezahlschranke]. Der hätte sogar „das Potenzial, dieses Frühjahr zum Schweizer Publikumserfolg zu werden.“ 
In der Komödie „Plitsch Platsch Forever!“ kämpft eine Bande Kinder gegen die Schließung ihres Freibads. „Als Autorin und Regisseurin der SRF-Satiresendung ,Deville‘ und der Wechseljahre-Komödie ,Die fruchtbaren Jahre sind vorbei’ (2019) hat sie sich einen Namen für leicht schrägen, direkten, doch herzlichen Humor gemacht. Für die erwachsenen Zuschauer hat Beller Anspielungen auf die Werke von Wes Anderson oder Jacques Tati in ihren neuen Film geschmuggelt. […]
Anregungen für das Arbeiten mit den minderjährigen Darstellerinnen holte sie sich an einem speziellen Weiterbildungskurs in Amsterdam, wo sie ,eine Million Tipps’ erhalten habe. Einer davon waren Set-Regeln für die Crew: nicht laut schreien oder fluchen, nicht ständig am Handy hängen, Vorbildfunktionen für die Kinder erfüllen. Die Massnahmen hätten auch den Erwachsenen gutgetan: ,Es herrschte trotz einem durchwachsenen Sommer eine so gute Stimmung beim Dreh, dass hinterher alle fanden: So etwas sollten wir an jedem Set haben!’ […]
Doch Kinderfilme, die nicht animiert sind, haben oft keinen einfachen Stand hierzulande. Warum ist das so? Natascha Beller vermutet, es liege auch an der hiesigen Kultur. Das Genre ist traditionell nicht sehr verankert, anders als in Ländern wie Schweden oder Tschechien. Schwere Themen, die relevanter wirken, sogenannte ,Problemfilme’, seien in den Fördergremien beliebter. Dabei wäre die Komödie eigentlich ein gutes Genre, um Publikum zu finden und trotzdem ein ernsthaftes Thema zu behandeln. ,Die grösste Schwierigkeit für mich ist, dass man in der Deutschschweiz die Unterstützung dreier Stellen für die Finanzierung eines Films braucht: SRF, Zürcher Filmstiftung und Bundesamt für Kultur’, sagt Beller. ,Da musst du jeweils eine Mehrheit mit einem Konzept überzeugen und ich glaube, Mehrheit heisst hier immer Mittelmass. Davon entsteht sehr viel in der Schweiz. Ein Film, der riskant ist, der floppen könnte, aber auch extrem gut sein könnte, hat keine Chance bei unserem System.’“ 

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„Rose“. | Foto © Piffl Medien

Kunst und Fakten 

Markus Schleinzers Historiendrama „Rose“ wurde auf der Berlinale gefeiert. Nur Angela Steidele ärgert sich. Die Schriftstellerin hatte eine Biografie und einen Roman über den historischen Fall geschrieben, an dem sich auch Schleinzer orientierte. Mit den Fakten nehme es der Spielfilm nicht so genau, andererseits habe der Regisseur erfundene Szenen und Namen aus ihren Büchern „plagiiert“, schreibt Steidele in einem Gastbeitrag in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ [Bezahlschranke]
„Tatsächlich hat Schleinzer nicht nur den Namen Rosenstengel zu Rose verkürzt, sondern auch die atemraubende Originalstory verstümmelt: Alles, was die historische Gestalt avant la lettre zu einer Lesbe oder einen Transmann macht, lässt der Regisseur, der auch das Drehbuch zum Film verfasst hat, weg. Sein Umgang mit der/dem historischen Rosenstengel gleicht einer homo- beziehungsweise transphoben Farce: durch Unterlassen. Auch wenn in ,Rose’ die Geschichte Rosenstengels um achtzig Jahre vorverlegt und der äußere Gang der Handlung einem weiteren berühmten historischen (und erfolgreich verfilmten) Fall entlehnt, dem von Martin Guerre, der sich unter falscher Identität einen Hof erschlich, so übernimmt Schleinzer doch die meisten Motive aus dem Leben von Catharina Linck (1687 bis 1721), die sich als Mann Anastasius Rosenstengel nannte. […] Weiter weg von Rosenstengel könnte Rose damit nicht sein, war Rosenstengel doch sehr in seine Frau verliebt; nach beider Aussage hatten sie lustvollen Sex. […] Schleinzers Rose dagegen hat sich den Dildo nur zugelegt, um im Krieg auf Befehl Frauen zu vergewaltigen. Ausgerechnet eine historische Gestalt, die wie keine andere für eine lustvolle, bejahende und beiderseitiges Vergnügen erstrebende Sexualität welcher Ausrichtung auch immer (lesbisch, falls sich Linck als Frau fühlte, heterosexuell, wenn Rosenstengel sich als Mann identifizierte) steht, wird in Schleinzers Film patriarchal misogyn in ihr Gegenteil verkehrt: Männer vergewaltigen Frauen, und eine Frau, Rose, tut es ihnen gleich, wenn sie zum Mann wird.“
Zum Teil schießt die Kritik jedoch übers Ziel hinaus: „Historisch betrachtet, wäre die Film-Rose für ihre Taten vermutlich nicht hingerichtet worden“, schreibt Steidele. Da kennt Thomas Jander aber ganz andere Geschichten. Im Blog des Deutschen Historischen Museums beschrieb er vor fünf Jahren das Phänomen des „Identitätswechsel durch Crossdressing“ in der Geschichte: Das seit 1532 für das gesamte Heilige Römische Reich geltende Strafrecht schrieb für Sex zwischen Frauen die Todessstrafe vor. „Mit naturwissenschaftlicher Methodik entstand im 17. und 18. Jahrhundert langsam ein neues Wissen um Körper und Sexualität, was – noch langsamer – zu einer schrittweisen medizinisch-biologischen Pathologisierung des Sexualstrafrechts führte.“  

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Festival

„Wahlkampf“. | Foto © Navigator Film

Festivals unter Druck 

In Österreich ist die Kultur Bundessache, und der zuständige Bundesminister Andreas Babler ist sogar Vizekanzler! Das hatte der Regisseur Harald Friedl vor zwei Jahren aber noch nicht geahnt. Da war Babler noch ein Bürgermeister im Umland von Wien und hatte sich gerade um den Vorsitz der Sozialdemokratischen Partei beworben. „Ich habe gedacht, dass Babler niemals Parteichef werden könnte, das hab’ ich ihm damals auch gesagt; das passierte dem Film einfach, aber so ist das in Dokumentarfilmen eben“, zitiert ihn Stefan Grissemann im „Profil“.  
Und so begleitete Friedl den Spitzenkandidaten durch die Parlamentswahlen 2024. Seine Doku „Wahlkampf“ wurde im März auf der Diagonale uraufgeführt – gefolgt von einem „kleinen Eklat“, berichtet Valerie Dirk im „Standard“. „Denn der Film kam ins Visier der FPÖ, die die Doku als ,SPÖ-Propaganda auf Steuerzahlerkosten’ bezeichnete. Erstmals wurde somit ein Film zum Ziel der sogenannten ,NGO-Kontrolle’ der FPÖ, worunter die Oppositionspartei eine Welle parlamentarischer Anfragen gegen geförderte Vereine und NGOs versteht, die vermeintlich linke Anliegen unterstützen. In der Filmbranche trafen diese Attacken primär Filmverwertung und -kultur“ – insbesondere Festivals. Die „sind, da sie Vorführgebühren zahlen und Säle füllen, für Filmschaffende und Kinos immer wichtiger geworden.“
Doch die Festivals leiden nicht nur unter politischen Angriffen. „Die Kosten steigen, die Förderungen sinken, und auch das Kultursponsoring hat sich, unter anderem wegen mangelhafter steuerlicher Absetzbarkeit, innerhalb der letzten zehn Jahre drastisch ausgedünnt. Deshalb hat etwa die Diagonale heuer erstmals einen Spendenaufruf gestartet, um private Unterstützer und Unterstützerinnen für das Festival des österreichischen Films zu gewinnen.“
Weitere Folgen schildert ihr Daniel Ebner, einer der Gründer des Forums österreichischer Filmfestivals (FÖFF) – 23 gehören dem Interessenverband an: „Im Festivalbetrieb wurden vor einigen Jahren Fair-Pay-Entlohnungsziele eingeführt. ,Aber de facto gibt es’, sagt Ebner, ,außer der Viennale und Diagonale kein Festival, das nach diesen Richtsätzen zahlen kann, weil die Förderungen einfach viel zu niedrig sind.’ […] Druck von rechts, Budgetkürzungen, Sponsorenwegfall und steigende Kosten führen laut Ebner zu einer ,Nervosität’, die sich in der Filmkultur breitmacht. ,Überall werden Kürzungen angekündigt, überall wird Angst gemacht. Und wenn ohnehin schon alle immer an der Grenze agieren, dann beginnt das ganze System, schleichend zu kippen“.  

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Ausschreibung

„Jamón Jamón – Lust auf Fleisch“ (1992). | Foto © Lolafilms

Location-Safari

Die schönsten Drehorte Spaniens und der Welt präsentieren sich alljährlich im Oktober beim „Shooting Locations Marketplace“ (SLM) in Valladolid. Die Spain Film Commission lädt auch in diesem Jahr wieder 15 Crew-United-Member zur Messereise ein. Die SLM läuft vom 14. bis 15. Oktober.
Bewerben können sich Produzent*innen und Location Manager mit Entscheidungsbefugnis. Bewerber*innen sollten entweder eine Erfahrung mit Koproduktionen und Drehortauswahl nachweisen oder ein Projekt in der Entwicklung haben, das für Planung und Budget eine gründliche Kenntnis der Standorte erfordert. 
Im Paket enthalten sind der Flug vom Heimatort nach Madrid mit Transfer nach Valladolid (und zurück), Unterkunft und Verpflegung sowie ein „kuratiertes Networking“ mit Film Commissions, Studios, Dienstleistern und anderen Produzent*innen. Denn Ziel der Reise ist auch, internationale Koproduktionen zu fördern. Im Anschluss führen noch „Familiarization Trips“ in die  Wunschdrehorte und -regionen, um diese kennenzulernen.  
Bewerbungen [auf Englisch] sind bis Freitag, 10. Mai, 12 Uhr möglich.  

Rückblick

Ruth Albu (Mitte) in „Geschminkte Jugend“ (1928/29). | Foto © DIF

Die Vergessene

Im Berlin der 1930er-Jahre die Schauspielerin Ruth Albu einst „im Stadtgespräch für ihre Leistungen auf der Bühne und vor der Kamera bekannt, ebenso wie für ihre Beziehung zu Erich Maria Remarque, mit dem sie eine enge Freundschaft verband – und mehr“, erinnert Nicolas Basse in der „Taz“.
Die Andeutung am Schluß kann man auch anders lesen: „Albu war es, die Remarque zur Flucht vor den immer stärker werdenden Nazis bewegte. Remarque hatte schon 1931 seinen Lebensmittelpunkt in die Schweiz verlegt, fühlte sich aber auch im Deutschen Reich sicher. Albu bewies mehr Weitsicht als der Romanautor. Schließlich beherzigte er ihre Warnung.“
Sie selbst floh nach Paris, dann London und schließlich in die USA, wo sie mit 91 Jahren starb. Die Quellenlage ist dünn: „Albu spielte bis 1931 in fünf Kinofilmen, die mehrfach Tabus brachen. ,Geschminkte Jugend’ etwa erzählte 1929 vom tödlichen Streit in einer jungen Clique – in Anlehnung an die sogenannte ,Steglitzer Schülertragödie’ von 1927, bei der ein Berliner Oberschüler einen Freund und sich selbst erschoss. Das Jugendverbot wurde auch gegen diesen Film ausgesprochen, ebenso wie gegen ,Feind im Blut’. Darin spielte Albu eine verheiratete Frau, die sich mit einer Gonorrhoe infiziert, auch bezeichnet als Tripper. […] ,Hotel Berlin’, 1944/45 in Hollywood gedreht, brachte ihr die letzte Filmrolle, mit Bezug zur einstigen Heimat. Albu gab beruflich Schauspielunterricht im kalifornischen Santa Barbara […] Das Ergebnis einer Spurensuche im heutigen Berlin schmerzt: Ruth Albu ist unsichtbar geblieben.“

Termine

„In die Sonne schauen“. | Foto © Studio Zentral

Fachgespräche zur Lola

Ende Mai wird der „Deutsche Filmpreis“ verliehen. Ein Gesprächsabend widmet sich am kommenden Montag dem Szenenbild – „ein Gewerk, das maßgeblich zur visuellen und atmosphärischen Identität eines Films beiträgt, jedoch selten im Zentrum öffentlicher Wahrnehmung steht“, so die gemeinsame Ankündigung der Deutschen Filmakademie, dem Studiengang Szenenbild der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf und den Berufsverbänden VSK und BVL.
Wie ein in „filmischer Raum zwischen künstlerischer Idee, historischer oder dramaturgischer Setzung und den konkreten Bedingungen einer Produktion“ entsteht, bespricht die Szenenbildnerin Silke Buhr mit den Nomierten: die Szenenbildner*innen Zazie Knepper („Gelbe Briefe“), Vladislav Ogay („Das Verschwinden des Josef Mengele“), Cosima Vellenzer und die Ausstatterin  Maike Kiefer („In die Sonne schauen“). 
Montag, 4. Mai, 19 Uhr. Eternithaus/Hansaviertel (Altonaer Straße 1), Berlin

Am selben Tag an einem anderen Ort treffen sich die nominierten Editor*innen: Gesa Jäger („Gelbe Briefe“), Evelyn Rack („In die Sonne schauen“) und Maxine Goedicke („Siri Hustvedt – Dance around the Self“) in den Räumen der Deutschen Filmakademie. Das Gespräch, das auch via Zoom verfolgt werden kann, führen die Sektionsvorstände Andrew Bird und Stephan Krumbiegel. 
Montag, 4. Mai, 17 Uhr. Deutsche Filmakademie (Köthener Straße 44), Berlin (und online) 

Fitzcarraldo (1982). © Werner Herzog Film/Deutsche Kinemathek

Gesünder arbeiten

Um die Arbeitsbelastung beim Film dreht sich der nächste Fair-Play-Impuls, denn die seien „überdurchschnittlich hoch. Umfragen zeigen, dass sich mehr als 70 Prozent der Filmschaffenden dauerhaft gestresst fühlen – mit weitreichenden Folgen für die mentale und körperliche Gesundheit.“
Den Stand der Dinge, und was man dagegen tun kann, erörtern Timo Ackermann, Judith und Sarah Frahm. Die Drei haben Frahm Sisters gegründet, ein Start-up „an der Schnittstelle zwischen Filmproduktion und Softwareentwicklung“. „Sonar“ heißt ihr Programm, das „die Untiefen und Risiken in jeder Filmproduktion“ rechtzeitig erkennen und helfen soll: „Stress wird vermindert, das wirtschaftliche Risiko gesenkt, Arbeitsklima und Vertrauen gestärkt und kreative Potenziale freigesetzt.“
Für Premium-Mitglieder von Crew United ist die Teilnahme frei. 
Donnerstag, 07. Mai, 9 bis 10:30 Uhr. Zoom 

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„Babylon Berlin“. | Foto ©  X Filme/ARD Degeto/Sky

Filme für die Demokratie

Wie stärkt Film die Demokratie? Diese Frage soll nächste Woche in Schwerin diskutiert werden, wo das Filmkunstfest läuft. Zum öffentlichen Gespräch laden die Branchentage MV und das Netzwerk Film und Demokratie ein: 
„Im Gespräch mit Film- und Medienschaffenden und engagierten Akteur*innen wollen wir ausloten, welche Geschichten erzählt, welche Räume geschaffen und welche Strategien entwickelt werden müssen, um Menschen wieder in den demokratischen Diskurs zu bringen. Das Publikum ist ausdrücklich eingeladen, sich einzubringen, Fragen zu stellen und eigene Erfahrungen zu teilen.“
Der Eintritt ist frei.
Donnerstag, 07. Mai, 14 Uhr. Festivallounge Digitalgarden, Schwerin 

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